Programm

Das Seminar setzt sich mit der Frage auseinander, inwieweit das Rechtssystem in Deutschland tatsächlich soziale Gerechtigkeit gewährleistet. Ausgehend vom Spannungsfeld zwischen Recht und Gerechtigkeit werden strukturelle Ungleichheiten, Diskriminierungserfahrungen und Machtverhältnisse im Justizsystem analysiert. Die Teilnehmenden reflektieren anhand konkreter Fallbeispiele, empirischer Studien und gesellschaftspolitischer Debatten, ob und wie soziale Herkunft, ökonomische Ressourcen, Geschlecht oder Migrationserfahrung den Zugang zum Recht beeinflussen. Ziel ist die Stärkung der politischen Urteilsfähigkeit und die Förderung demokratischer Handlungskompetenz. An einem Tag der Woche besteht ggf. die Möglichkeit, einem öffentlichen Gerichtsprozess beizuwohnen und / oder Beteiligte des Justizwesens (Richter, Staatsanwalt, Rechtsanwalt) zu befragen.

Lernziele
Die Teilnehmenden:
• verstehen grundlegende Strukturen des deutschen Rechtssystems
• unterscheiden zwischen formaler Gleichheit und materieller Gerechtigkeit
• analysieren Macht- und Ungleichheitsstrukturen innerhalb der Justiz
• erkennen Zusammenhänge zwischen sozialer Herkunft und Rechtsschutz
• reflektieren Diskriminierungsmechanismen im Kontext von Rechtsprechung
• stärken ihre politische Urteils- und Argumentationsfähigkeit
• entwickeln Perspektiven für demokratische Teilhabe und zivilgesellschaftliches
Engagement

Dozent:in

Thomas Walther            

Anerkennung:

Bildungszeit Bremen:
Die Veranstaltung erfüllt die Voraussetzungen des Bremischen Bildungszeitgesetzes vom 18. Dezember 1974, zuletzt geändert am 05.01.2021. Sie gilt gemäß § 10 Abs. 2 des Bremischen Bildungszeitgesetzes als anerkannt, da der Veranstalter als förderungsberechtigte Einrichtung der Weiterbildung nach dem Gesetz über die Weiterbildung im Lande Bremen vom 18. Juni 1996, zuletzt geändert am 20. Oktober 2020, anerkannt ist.

Nach Maßgabe des Bremischen Bildungszeitgesetzes ist der/dem Antragstellenden bei Vorlage dieser Bescheinigung Freistellung von der Arbeit zu gewähren. Eine Ablehnung ist nach § 7 Abs. 2 des Bildungszeitgesetzes nur möglich, wenn zwingende betriebliche Belange oder Urlaubswünsche anderer Arbeitnehmer, die unter sozialen Gesichtspunkten Vorrang verdienen, entgegenstehen.

Teilnahmegebühr ohne Kammercard
€ 128,00

Teilnahmegebühr mit Kammercard
€ 115,00 Für diesen Kurs sind keine Dokumente vorhanden.