Studium ohne Abitur
Mit dem Beschluss der Kultusministerkonferenz „Hochschulzugang für beruflich qualifizierte Bewerber ohne schulische Hochschulberechtigung“ vom 9. März 2009" wurde ein zentraler Meilenstein auf dem Weg zur Umsetzung der Forderung des Bologna-Prozesses nach Anschlussfähigkeit und Durchlässigkeit im Bildungssystem gesetzt. Es wurde vereinbart, dass Meister, Techniker und Fachwirte aufgrund ihres qualifizierten Berufsabschlusses und beruflicher Kompetenz künftig ohne Abitur studieren können. Bildungsabschlüsse müssen zu Anschlüssen führen und dürfen keine Sackgassen sein, sondern sollen Optionen für das lebenslange Lernen eröffnen. Es sind daher innovative Modelle gefordert, die qualifizierten Fachkräften einen Zugang zur Akademisierung und eventuell verkürzten Studienzeiten ermöglichen. Die Anrechnung von formal, non-formal oder informell beruflich erworbener Kompetenzen auf weiterführende Qualifizierungen trägt so zu einer bedeutenden Verzahnung der Bildungsbereiche bei.mehr....
Ein Beispiel für die Umsetzung dieser Forderung ist das Projekt „Anrechnung beruflicher Kompetenzen auf Hochschulstudiengänge (ANKOM)“. Es wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) sowie aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert. Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) ist Projektträger.
Mit dem/r Staatlich geprüften Betriebswirt/in zur Hochschule Bremen
Ein weiteres Modell zur Umsetzung „Studium ohne Abitur“ ist der Kooperationsvertrag zwischen der Wirtschafts- und Sozialakademie der Arbeitnehmerkammer Bremen und der Hochschule Bremen, der im Mai 2009 geschlossen wurde. Wer bei der Wisoak erfolgreich seine Ausbildung zum Staatlich geprüften Betriebswirt“ abgeschlossen hat, kann im fünften Semester des Bachelorstudiengangs Betriebswirtschaft an der Hochschule Bremen einsteigen und das Studium dort beenden.mehr...


