Seminardauer: 16 Stunden
Status: frei
Beginn: 29.10.2010
Ende: 30.10.2010
Ort: Zum Rosenteich 26, Bad Zwischenahn
Termine und Uhrzeit:
Fr 15:00 - 20:30
Sa 9:00 - 17:00
Teilnahmepreis: € 250,-
Erm. Teilnahmepreis: € 240,-
Lernmittelgebühr: € 0,-
Prüfungsgebuehr: € 0,-
Dozent/in:
Reimund Bongartz
Ansprechpartner/in:
Norbert Gerwien
Tel.:0421-44 99 748

Inhalt:
Sowohl in der neurologischen Frührehabilitation als auch in der
geriatrischen Akutrehabilitation bildet die Behandlung akuter
beziehungsweise schwerer Aphasien den Schwerpunkt der Sprachtherapie. Die
meisten Aphasiepatienten kommen in den ersten 4-6 Wochen nach dem
Schlaganfallereignis in die geriatrischen Reha-Kliniken. Sie befinden sich
in der Reaktivierungsphase der Aphasietherapie.
Bereits in dieser Phase wird der Evaluation der Sprachtherapiemaßnahmen mit
Hilfe von Sprachtests aus der Sicht der Kostenträger ein immer höherer
Stellenwert beigemessen.
Im Bereich der Diagnostik werden der Aufbau und die theoretischen Grundlagen
der zeitökonomischen standardisierten Testverfahren AABT (Biniek, 1993), AST
(Kroker, 2000), ACL (Kalbe et al., 2002), KAP (Lang et al., 1998) und BIAS
(Richter et al., 2006) erläutert und im Hinblick auf ihre Nützlichkeit für
die Therapieplanung und die Evaluation des Therapieerfolges für die
Therapieplanung verglichen und bewertet.
Einen weiteren Seminarschwerpunkt bildet ein Methodenüberblick der
Behandlungsverfahren, die bei akuten Aphasien in der Reaktivierungsphase der
Aphasietherapie in den ersten Wochen und Monaten nach Eintritt der
Hirnschädigung angewendet werden (z. B. auditive Stimulierung nach Schuell,
Melodische Intonationstherapie, sprachliche Stimulierungsmethoden sowie
Deblockierungsmethode nach Weigl). Videobeispiele veranschaulicht, wie mit
Hilfe dieser Verfahren versucht wird, die noch verbliebenen bzw.
vorübergehend beeinträchtigten Sprachfunktionen des Gehirns zu reaktivieren.
Des weiteren werden mit den Diagnostikverfahren an Videobeispielen
praktische Übungen zur Befunderhebung und zur Therapieplanung durchgeführt.
Schließlich werden für die Beispielpatienten Hypothesen über die zugrunde
liegenden Sprachstörungen gebildet; vorläufige
Therapieschwerpunkte, -methoden und materialien bestimmt und
Beratungsinhalte für die Angehörigen skizziert.