Pioniere in Bremen - Studiengang Angewandte Therapiewissenschaften verabschiedet ersten Absolventen-Jahrgang

Wir gratulieren der ersten Absolventengruppe unserer Kooperationshochschule in Bremen zum bestandenen Bachelor-Abschluss.

Am Donnerstag, dem 30. März 2017, hat die Hochschule Bremen ihre ersten AbsolventInnen des Studiengangs Angewandte Therapiewissenschaften - Logopädie und Physiotherapie verabschiedet. Im Rahmen einer kleinen Feierstunden erhielten die 18 akademischen Logopädinnen und 11 PhysiotherapeutInnen ihre Abschlusszeugnisse. Die Rektorin der Hochschule Bremen, Prof. Dr. Karin und Luckey, und die Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Verbraucherschutz, Prof. Dr. Eva Quante-Brandt, begrüßten die 150 Gäste, darunter die AbsolventInnen, deren Familien sowie VertreterInnen aus der Praxis. Die Rektorin betonte die internationale Orientierung des Studiengangs sowie die mit den demografischen Veränderungen einhergehenden Anforderungen an die TherapeutInnen - für die Logopädinnen sind dies die Themen Mehrsprachigkeit, Migration und Fluchterfahrung, die der Studiengang im Curriculum abbildet. Die Senatorin lobte die Durchlässigkeit und weiteren Möglichkeiten, die das Studienangebot in Bremen den LogopädInnen und PhysiotherapeutInnen bietet. Auch hob sie die herausragenden Leistungen der AbsolventInnen hervor, die neben dem kurzen und ambitionierten Studium von drei Semestern im Rahmen ihrer nebenberuflichen Tätigkeit bereits für einen Wissenschaft-Praxis-Transfer im Interesse der Versorgung der PatientInnen sorgten. Der Dekan der Fakultät, Prof. Dr. Christopher Klug gratulierte den Absolventinnen zu ihrem ersten akademischen Abschluss und mahnte zugleich die Bedeutung des Lebenslangen Lernens an. Vier AbsolventInnen werden noch in diesem Jahr ihr Masterstudium aufnehmen, so haben zwei Logopädinnen bereits zum Sommersemester ihr Mastertudium an der RWTH Aachen aufgenommen.

Stellvertretend für den Beirat, der die Entwicklung des Studiengangs begleitet, gratulierten die Geschäftsführerin Medizin des Bremer Klinikverbundes Gesundheit Nord, Jutta Dernedde, sowie der Vorstandsvorsitzende der AOK Bremen/Bremerhaven, Olaf Woggan, den neu-akademischen TherapeutInnen: „Wir können Ihnen versichern: wir brauchen Sie und Ihr wissenschaftlich fundiertes Wissen. Dringend!“ Im Anschluss an die Grußworte stellten Prof. Dr. Wiebke Scharff Rethfeldt und Prof. Dr. Axel Schäfer acht wissenschaftliche Projekte vor, an denen die AbsolventInnen beteiligt waren, bevor die Logopädin Eva-Maria Regelmann eine eindrucks- und humorvolle Absolventenrede für den Jahrgang hielt. Nach der Zeugnisübergabe waren alle Gäste zu einem Sektempfang sowie zur Posterausstellung geladen, in welcher die AbsolventInnen ihre Bachelorarbeiten vorstellten.

Abschlussarbeiten zu nachfolgenden Themen im Fachbereich Logopädie:
1.    Nachsprechleistungen von Nichtwörtern als klinischer Marker in der Differenzialdiagnostik bei einsprachigen und mehrsprachigen Kindern im Vorschulalter mit Verdacht auf Sprachentwicklungsstörung
2.    Einfluss musikbasierten Trainings auf phonologische Bewusstheit und phonologisches Arbeitsgedächtnis bei Kindern
3.    Überprüfung der externen Validität des Abbruchkriteriums des Tests zur Überprüfung des Grammatikverständnisses (TROG-D) - eine Pilotstudie
4.    Auswirkungen von Frühgeburtlichkeit ohne postnatale Hirnblutung auf die sprachliche Entwicklung unter besonderer Berücksichtigung von Exekutiven Funktionen
5.    Kriterien zur Beendigung einer logopädischen Therapie bei Menschen mit chronischer Aphasie
6.    Effekte semantisch-lexikalischer Therapie im monolingualen Setting bei Menschen mit leichter chronischer Aphasie nach Insult
7.    Empfehlungen zur Adaption des Core Language Score (CLS) des Clinical Evaluation of Language Fundamentals-5 (CELF-5) für deutschsprachige Kinder im Alter von 5-8 Jahren
8.    Effekt der präläsionalen Erfahrung in Form einer autobiographischen Erinnerung als ergänzende Methode zur Standardtherapie zentraler Fazialisparesen
9.    Sprachentwicklung und deren Verzögerung bei international adoptierten Kindern im Alter von 0-6 Jahren
10.    Die Bedeutung der Kommunikationsfähigkeit für die Lebensqualität von Menschen mit Demenz
11.    Das Language ENvironment Analysis System (LENA) - Untersuchung zum Einsatz des Sprachumfeldanalyseverfahrens bei Deutsch-Spanisch bilingual aufwachsenden Zwillingen im Kleinkindalter
12.    Der Zusammenhang zwischen sozialer Kommunikationsfähigkeit und Sprachentwicklungsstörung bei Vorschulkindern
13.    Wirksamkeit von Mehrsprachigkeit auf die kognitive Reserve bei Menschen mit Demenzerkrankungen – welche Faktoren führen zu ihrer Erhöhung?
14.    Lebensqualität von Menschen mit leicht ausgeprägten Aphasien